Wed 28 Nov 2018

Wismarer DIAlog mit Maja Rohwetter

Maja Rohwetter, installation view, „Space Oddity“, stene Projects, 2011
installation view, „something somewhere“ , HD-Video loop, 10:13 min, 2011
Maja Rohwetter, Foto: Hans Schürmann
Haus 7a, Hörsaal

Seherfahrungen in virtuellen Welten sind heute zu einem der physischen Realität gleichbedeutende Bezugsrahmen für künstlerische Bildproduktion geworden. Gleichermaßen kann man in der virtuellen Bildproduktion eine Hinwendung zum Materiellen und Prozesshafen beobachten – der Messestand von Sony auf der ifa 2018 war aus rohem Holz, darauf eine Projektion von einer Aquarell-Animation. In ihrer Arbeit als Künstlerin und als Lehrende im Medienbereich ist Maja Rohwetter auf visuelle Korrespondenzen und strategische und inhaltliche Transfers von Malerei, Animation, Film und Kommunikationsdesign gestoßen. Einige dieser Phänomene möchte sie in ihrem Vortrag vorstellen.

Maja Rohwetter hat Bildendende Kunst in Berlin (Universität Osnabrück und HdK Berlin) und Stockholm (Royal College of fine Arts) studiert, wo sie heute auch lebt und arbeitet. Nach dem Meisterschüler, legte sie das Erste und Zweite Staatsexamen Großfach Bildende Kunst ab. Seit 2011 ist sie Mitbestreiterin des Projektraums Axel Obiger, Berlin. Neben ihrer Malerei unterrichtet sie Mediendesign und Medientheorie. In ihrer Malerei entwickelt sie neue Welten, indem sie Realitäten dekonstruiert, fiktive Räume simuliert, Grenzen zur Illusion aufhebt und dadurch Bildwelten schafft, die völlig neue Perspektiven ermöglichen. Wie in 3D-Animationen kann man Strukturen, Gebiete und Übergangszonen erleben, die Virtuelles und Reales vereinen. Ihre Malerei wird dreidimensional und gerät in Bewegung. Sie forscht im Bereich einer zeitgemäßen Bildsprache, die Seherfahrungen in Virtualität und Realität gleichermaßen einbezieht.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Vertiefung der Diskussion bei einem Kaltgetränk an der mobilen Bar.

 

Location

  • Haus 7a, Hörsaal

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