Modell des Zeustempels im Münchener Abgussmuseum

Westfront des Zeustempels: Aufbau des Modells vom Stufenunterbau bis zum Einsetzen der Figuren, hier noch ohne Giebelfeldrahmung und Dach, Foto: Museum für Abgüsse klassicher Bildwerke, München, Fotografin: Dr. Andrea Schmölder-Veit
Die Studierenden Annika Borchert und Felix Spindler bei der Exkursion 2019 nach Olympia, Griechenland. Fotograf: Prof. Dr. Arnd Hennemeyer, 2019

Die Sonderausstellung „Das antike Olympia in München. 1972-2022“ öffnet heute, am 18. Mai 2022 um 18:00 Uhr, im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München (Haus der Kulturinstitute, Katharina-von-Bora-Straße 10, 80333 München). Ausgestellt wird u.a. das 3D-Gips-Modell der Westfront des Zeustempels von Olympia im Maßstab 1:20, an dessen Herstellung die Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar maßgeblich beteiligt war. Prof. Dr. Arnd Florian Hennemeyer, der das Bauwerk umfassend erforscht hat, unterstützte den Modellbau gemeinsam mit Steffen Altmann M.A. und Florian Fentzahn, Student im Masterstudiengang Architektur.

Zeit des Erinnerns – 50 Jahre später
Anhand von aufwändigen Modellen und einzigartigen Abgüssen spürt die Sonderausstellung dem antiken Ursprung der Olympischen Spiele nach. Gleichzeitig zeigt sie im neuen Kontext Reproduktionen antiker Objekte aus der damaligen Ausstellung „100 Jahre deutsche Ausgrabungen in Olympia“ des Deutschen Museums in München, welche vor 50 Jahren zu den Olympischen Sommerspielen von 1972 präsentiert wurde.

Von den damaligen Sommerspielen sind nicht nur die Piktogramme des Designers Otl Aicher in Erinnerung geblieben. Auch das Münchener Olympia-Attentat vom 5. September 1972 ist nicht vergessen. 50 Jahre danach lädt die Landeshauptstadt München aktuell unter dem Motto „Auf dem Weg in die Zukunft 1972-2022-2072“ zu  Ausstellungen und Veranstaltungen im Sinne der Erinnerungskultur und des Miteinanders ein. Bis zum 16. Oktober 2022 wird die Ausstellung im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München geöffnet sein. Danach verbleibt das Modell in der Sammlung.

Der Zeustempel von Olympia
Der Ursprung der Olympischen Spiele liegt in der Antike. Namensgeber war das Heiligtum Olympia im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes (Griechenland), an dem alle vier Jahre kultische Sportwettkämpfe abgehalten wurden. Alle Beteiligten begaben sich am Anfang der damaligen Spiele zum Tempel des Zeus und die Athleten schworen dort, sich an die Regeln der Spiele zu halten. Der Zeustempel von Olympia (rund 64 m lang x 28 m breit x 20 m hoch) war der größte Tempel auf Peloponnes. Auch aus diesen Gründen erhält der Tempel des Zeus eine besondere Beachtung.

Olympia, App-Guide für Zeustempel
Im Sommer 2019 betreute Prof. Dr. Arnd Florian Hennemeyer auch das studentische Projekt „Olympia, App-Guide für Zeustempel“, ein studiengang- und hochschulübergtreifender Workshop inklusive Exkursion nach Griechenland, gemeinsam mit Prof. Henning Schellhorn aus dem Studiengang Kommunikationsdesign und Medien und Prof. Dr. Friederike Fless von der Freien Universität Berlin sowie Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin.

 

Kontakt
Prof. Dr. Arnd Florian Hennemeyer
E-Mail: arnd_florian.hennemeyer@hs-wismar.de
Telefon: 03841 753–7814

 

 

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