Aussichtsfernrohr

Projektinfos

Jahr: 2007

Studiengang:
Produktdesign

Betreuer:
Prof. Dipl.-Des. Christoph A. MacherProf. Dipl.-Des. Volker Zölch

Teilnehmer:
Richard Gärtner

Projektart:
Abschlussarbeit

Diplomarbeit 2007

Konzept eines Aussichtfernrohres, das die Möglichkeit bietet, im vorgegebenen Sichtbereich zu fotografieren. Ein Aspekt des digitalen Erinnerns.

Die detaillierte Konzeptionierung des Handlungsablaufes „Bezahlen – nutzen – Bild erhalten“ sieht eine Einschränkung in Fotoanzahl und Nutzungszeit vor. Die Anzahl der Bilder sowie eine Begrenzung des Motivs setzen ein tiefer gegründetes Beschäftigen mit dem Abbildungsgegenstand, ein Sich- vergegenwärtigen in Raum und Zeit voraus. Der grundsätzlichen Möglichkeit, den eigenen Fotoapparat zu verwenden begegnet das Konzept zum einen mit Vorkehrungen, die in der Höherwertigkeit der optischen Baugruppe, also der Möglichkeit stärkerer Vergrößerung, der Lichtstärke, und der Auflösung der Bilder liegen und zum anderen in der speziellen Form von Authentizität, die ebenfalls eine Parallele in der recherchierten Historie hat: Es wird mit diesem Foto der Nachweis erbracht, tatsächlich an einem bestimmten Ort gewesen zu sein, innerhalb eines markanten Motivs seine eigene originäre Auswahl getroffen zu haben, die so nicht minder authentisch ist. 

Der Entwurf thematisiert den Archetyp des Fernrohres. Die für das Konzept notwendige technische Erweiterung ist in einem unter dem Teleskop befindlichen Kasten untergebracht. Dieser bestimmt maßgeblich die Proportion der Gesamtgestalt.  Flaggenartig signalisiert sie dem Passanten abseits des Weges liegende Sehenswürdigkeit, gibt in der Ruheposition eine Hauptblickrichtung an. (cm) 


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