Umnutzungskonzept: Sanierung ehemalige Feuerwache in Brüel

Projektinfos

Jahr: 2017

Studiengang:
Architektur

Betreuer:
Prof. Dipl.-Ing. Andrea Gaube MA Dipl.-Ing. Anja Bartels

Teilnehmer:
Valentina Gottfried

Projektart:

Umnutzungskonzepte als Mortor zur (Klein-)Stadtentwicklung – Sanierung ehemalige Feuerwache in Brüel
Conversion concepts for urban development strategies in small towns – enovation of the former fire station in Bruel

Die Kleinstadt Brüel liegt im Norden des Landkreises Ludwigslust-Parchim, eingebettet in die traumhafte Natur der Sternberger Seenlandschaft. Wie viele vergleichbare Städte im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns hat sie mit Abwanderung, den Folgen des demografischen Wandels und einer alternden Bevölkerung zu kämpfen. Das Projekt beschäftigt sich mit der nachhaltigen Nutzungsentwicklung der innerstädtisch gelegenen, stadtprägenden aber leerstehenden Alten Feuerwache und stellt eine mögliche Entwicklungsperspektive für den Gebäudebestand und damit auch für das Stadtzentrum Brüels dar.

Auf Grundlage der methodischen Entwurfsentwicklung vom städtebaulichen Leitbild, über die Standort- und Gebäudestrategie ist ein Nutzungskonzept entstanden, das eine sichere Aktivierung und nachhaltige Entwicklung des Gebäudes garantiert. Die zentrale Lage wird durch die Umgestaltung des Gebäudes zum Café, das in Zusammenarbeit mit lokalen Händlern getrieben wird, attraktiviert. Dabei wird das ohnehin sich verschiebende neue Stadtzentrum gestärkt. Nach einer finanziellen Sicherung des Projektes kann das Obergeschoss des Gebäudes erschlossen werden. Der große Seminarraum bietet dann durch die Aufnahme neuer Projekte, beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Kloster Tempzin oder der Bienenhüterin Rita Klammer, ein großes Potenzial zur Vernetzung des Standortes mit seiner Region und zur Förderung des Engagements bei den Bürgern der Stadt. Mit der Ertüchtigung des denkmalgeschützten Schlauchturmes als Aussichtsturm bekommt Brüel ein Alleinstellungsmerkmal und einen neuen Anziehungspunkt. Ein weiterer Schritt auf dem Weg der Standort - und Gebäudeentwicklung wäre die Erschließung und Umstrukturierung des Außenraumes, das die Erschließung des Mühlenbaches, eine Steigerung der Aufenthaltsqualität und eine Anbindung an vorhandene Fahrrad- und Wanderrouten zum Ziel hat.

Somit bietet die Aktivierung des Gebäudes der Alten Feuerwache ein erhebliches Potenzial zur nachhaltigen Entwicklung und stellt einen wichtigen Schritt zur Attraktivitätssteigerung der gesamten Stadt dar. Durch die Einbeziehung der Bevölkerung in diesen Prozess wird zudem eine Identifikation gefördert und damit eine Akzeptanz erreicht.


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