Münzentwurf

Bild- und Wertseite der Münze

Project Infos

Year: 2009

Studycourse:
Communication Design and Media

Supervisor:
Prof. Dipl.-Gebrauchsgrafikerin Hanka Polkehn

Participators:
Stefanie Radtke

Project type:
Group ProjectAward

Projektarbeit
1. Preis EinladungswettbewerbDer einstufige Einladungswettbewerb zur Gestaltung einer Münze mit dem Thema »Bedeutende Architektur des 20./21. Jh.« wurde ausgelobt vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, dem Bundesministerium für Finanzen und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Es waren im Rahmen des Wettbewerbs für Bild- und Wertseite eine Konzeptidee, die Entwurfszeichnung, Gipsmodelle im Maßstab 5:1 (Abb. 01) und eine fotografische Dokumentation einzureichen.

Frank Lloyd Wrights richtungsweisender Bau des Guggenheim Museums in New York gilt als Ikone für die Architektur des 21. Jahrhunderts und wird seit seiner Eröffnung im Jahr 1959 wie ein Synonym für den Namen Guggenheim verstanden. Der Spiralbau durchbricht jedes herkömmliche Verständnis von einem Museum, indem Wright der statischen Raumstruktur eines traditionellen Museums eine dynamische Raumkonzeption entgegenstellt, sowie F­­­ormen, Farben und Material aus der Natur mit geometrischen Elementen verbindet. Dem Besucher erschließt sich der Raum durch eine Rampe, die nicht nur den Zugangsweg und Ausstellungsbereich darstellt, sondern schlechthin die Gestalt des Gebäudes prägt.

Dieses Motiv greift die Münzgestaltung auf, die Rampe erscheint in geometrischer Schneckenform, die von der schmalsten zur breitesten Stelle einen Anstieg in der Höhe erfährt, dargestellt in mehreren Etagen. Der offene, durchgehende Innenraum des Gebäudes wird durch eine transparente Glaskuppel auf natürliche Weise lichtdurchflutet. Diese Glaskuppel bildet das Zentrum der Schneckenform auf der Münze. Das Glaskuppelmotiv enthält bis auf den Randbereich keine Erhöhungen. Die Zwischenräume der Verstrebungen gestalten sich als Spiegelfläche, die den Effekt eines Fensters verstärken. Auf zusätzliche Informationen zum Architekten oder zum Gebäude wird weitestgehend verzichtet.

Die Anordnung des Motivs ist bewusst nicht zentral gewählt, um der herkömmlichen zentrierten Münzgestaltung aus der Mitte heraus entgegenzuwirken. Gleiches erfährt die Wertseite der Münze. Diese nimmt den Schwung der Schneckenform der Bildseite durch die Anordnung der Sterne wieder auf. Der Bundesadler ist in Frontalansicht gemäß der dargestellten Architektur auf seine Grundformen Kopf, Rumpf, Flügel und Fänge reduziert. Streng geometrisch greift dieser den Treppenstufeneffekt der Bildseite der Münze wieder auf, um eine Einheit zwischen Wert- und Bildseite herzustellen. Die Studentin gewann den Wettbewerb. (hp)

Bildseite
Bildseite Zeichnung
Wertseite

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