Für Studierende und Lehrkräfte der Fakultät Gestaltung ist Susanne König keine Unbekannte. Denn seit März 2026 ist sie dort als Vertreterin der Professur für Kunstgeschichte tätig und unterrichtet Kunst-, Architektur- und Designgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart.
Professorin König forscht zur Wissensproduktion und -zirkulation zwischen angewandter und freier Kunst, zu Ausstellungs- und Institutionskritik sowie zur Verflechtungsgeschichte zwischen Ost- und Westkunst. Während sie in der Lehre für die Fakultät Gestaltung insbesondere Kunst-, Architektur- und Designgeschichte in ihrer ganzen Breite anbietet, fokussiert sie sich in der Forschung auf die Zeit nach 1945. Hier interessiert sie sich sowohl für die regionale Nachkriegskunst und -architektur in Mecklenburg-Vorpommern als auch für aktuelle internationale Kunstwerke, die sich mit den Ereignissen unserer Zeit auseinandersetzen.
Die transdisziplinäre Ausrichtung ihrer Arbeit spiegelt sich auch in ihrer Habilitation 2022 an der Universität Leipzig zum Thema Wissenszirkulation zwischen Kunst und Design wider. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Objekte Wissen vermitteln und wie sich dieses Wissen in unterschiedlichen historischen sowie künstlerischen und gestalterischen Kontexten verändert. Fächerübergreifende Arbeitsweisen, die theoretische und historische Reflexion von Gestaltung sowie die Betrachtung von Kunst als wissensproduzierende Praxis prägen ihr Forschungs- und Lehrverständnis.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Kunst- und Designgeschichte im geteilten und wiedervereinigten Deutschland. Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig und an der TU Dresden untersuchte sie 2015 bis 2016 die Verflechtungsgeschichte der Ausstellungsreihen documenta und Allgemeine Deutsche Kunstausstellung sowie die Beziehungen zwischen dem Design der Bundesrepublik und der Formgestaltung der DDR. Die Ergebnisse eines weiteren Forschungsprojekts zur Kunst in der ehemaligen DDR veröffentlichte sie 2020 in dem Aufsatz „Fritz Eisels Mosaik Der Mensch bezwingt den Kosmos am Rechenzentrum in Potsdam“.
In ihrer Dissertation an der Universität Hamburg untersuchte Frau König Marcel Broodthaers’ Musée d’Art Moderne, Département des Aigles. Dabei verband sie kunsthistorische Fragestellungen mit zeithistorischen, kultur- und gesellschaftstheoretischen sowie sprachtheoretischen und philosophischen Perspektiven. Die Arbeit wurde mit dem Jacqueline-Nonkels-Preis der König-Baudouin-Stiftung in Belgien ausgezeichnet.
Sie war bereits als Professorin an der Fachhochschule Potsdam sowie als Vertretungsprofessorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der Paris-Lodron-Universität Salzburg tätig. Darüber hinaus arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig, der Universität Paderborn und der Universität Siegen. Lehraufträge hatte sie an der Universität Hamburg, an der Universität der Künste Berlin, an der Hochschule für Künste Bremen sowie an der Université de Rennes und der Université du Maine in Le Mans (Frankreich). Sie studierte Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart sowie Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

