Der Leitidee „Berlin Hoch Drei“ folgend, entwickelt Magdalena Huch ein zukunftsorientiertes Quartier am Luisenblock Ost II in Berlin Mitte, das die Potenziale von Urban Waterfront, Infrastruktur und Regierungsviertel zu einem offenen Stadtraum verbindet und Architektur als Bühne für Begegnung, Vielfalt und demokratisches Zusammenleben versteht.
Vision
Im Spannungsfeld zwischen Wasser, Politik und Infrastruktur entwickelt der Entwurf eine neue Form urbaner Öffentlichkeit an der Waterfront Spree. Der Ort interpretiert die Beziehung zwischen Stadtgesellschaft und Demokratie neu und fördert gesellschaftlichen Austausch und politische Teilhabe. "Berlin Hoch Drei" versteht sich dabei als Schnittstelle zwischen den angrenzende Stadträumen im Zentrum von Berlin und schafft einen gemeinschaftlichen, urbanen Ort, der unterschiedliche Identitäten und Maßstäbe miteinander vereint.
Eine terrassierte Stadtlandschaft öffnet sich zum Wasser und verbindet Politik, Alltag und Öffentlichkeit zu einem gemeinsamen Stadtraum. Der öffentliche Sockel wird zur Bühne für Begegnung und Diskussion, während Wohnen, Arbeiten und politische Nutzungen zu einem vielfältigen Quartier verknüpft werden. So entsteht ein Ort, der die Potenziale der Waterfront aktiviert und demokratische Werte räumlich erfahrbar macht.
Lebenswelten
Leben und Gesellschaft befinden sich dauerhaft im Wandel. Es entwickeln sich dauerhaft neue Lebensmodelle, Identitäten und individuelle Lebensumstände, die neue Anforderungen an das Wohnen stellen. Besonders im urbanen Kontext von Berlin werden diese Entwicklungen spürbar. Der Wunsch nach Großzügigkeit steigt dabei stetig. Flexibilität und komplexe Raumstrukturen stellen eine Möglichkeit dar, auch über Jahrzehnte hinweg verschiedene Zielgruppen anzusprechen und langfristig die Bedürfnisse der Anwohnenden zu erfüllen. Neben klassischen Wohnmodellen wie Familienwohnen und Wohnungen für Paare, werden unkonventionelle Typologien wie das Clusterwohnen und Mehrgenerationswohnen interessanter.
Transformation
Die historische Stadtbahn im Norden des Grundstücks ist ein prägnantes Identitätsmerkmal des Ortes und Teil seiner Geschichte. Die Viadukte trennen dabei das Grundstück vom angrenzenden Wohngebiet ab und stellen eine visuelle Barriere zwischen den Stadtbausteinen dar. Es besteht das Potenzial der Reaktivierung der Stadtbahnviadukte durch öffentliche Nutzungen in den historischen Rundbögen. Konzeptionell ermöglicht die Aktivierung der Stadtbahnbögen die reelle Durchwegung von allen Seiten zum Grundstück Luisenblock Ost II. Diese Wegebeziehungen führen bis zum Wasser und schaffen attraktive Durchwegungen zwischen Wohnen und Uferpromenade.













