Bus-Stop

Modell Bus-Stopp

Projektinfos

Jahr: 2007

Studiengang:
Kommunikationsdesign und MedienProduktdesign

Betreuer:
Prof. Dipl.-Gebrauchsgrafikerin Hanka PolkehnProf. Dipl.-Des. Christoph A. Macher

Teilnehmer:
Bettina Joswig und Maximilian Schneider

Projektart:
Gruppenprojekt

Am 01.07.2007 eröffnete die Ostseeland Verkehr GmbH zusammen mit der Personenverkehr GmbH Müritz die neue »Dat Bus« Linie von Neubrandenburg nach Röbel. Fünf knallorange, moderne, klimatisierte Linienbusse verbinden dann wochentags stündlich und am Wochenende im Zwei-Stunden Takt die beiden Städte und Regionen. Die Linie soll zu einer Art Aushängeschild der Unternehmung gemacht werden. Dazu sollen die Haltestellen entlang der 70 km langen Strecke saniert bzw. erneuert werden, da sie in teilweise erbärmlichen Zuständen sind.

Aufgabe des interdisziplinären Projektes war die Gestaltung der Haltestellen (Wartehäuschen, Haltestellenmasten, Fahrradabstellung) sowie die Gestaltung von Plakaten für die Haltestellen. Erreicht werden soll die Einheitlichkeit aller Haltestellen bei gleichzeitiger Auffälligkeit. In diesem Beispiel ist das Zusammenspiel von Design und Grafik besonders geglückt. Die Haltestelle zeigt sich schlicht als Rahmen, alle Wände neigen sich dem realen Hintergrund zu, der zum Bild wird. Durch auf die Rückscheibe der Haltestelle additiv aufgebrachte Elemente wird der Hintergrund verändert bzw. erweitert. Die Rückscheibe vereint nach dem »Diorama«-Prinzip unterschiedliche Funktionen. Vorerst soll der Fahrgast über eine informelle Grundgestaltung über Buslinie, Namen der Haltestelle, Abfahrtrythmus und Ort des Fahrkartenverkaufes informiert werden. Die Hausfarben des Unternehmens, Orange und Blau bilden dabei die Basis der farblichen Gestaltung. Die eigentliche Gestaltung soll wiederum von Haltestelle zu Haltestelle variieren. Hierbei soll der landschaftliche Hintergrund der Haltepunkte individuell beschrieben werden. Die Form der Haltestelle lädt den Besucher bzw. Fahrgast ein, auch hinter die Haltestelle zu schauen oder diese zu umwandern – vielleicht aus Neugier, vielleicht um einfach sein Fahrrad anzuschließen. Fahrrad und Fahrer werden dabei Teil des Bildes, da sie sich im Hintergrund befinden. Die Sitzmöglichkeit spielt auf das Schauspiel an, das Publikum sitzt mittig vor der Bühne. Zusätzlich wurde das Gestaltungsprinzip sichtbar gemacht, indem zwischen anschließendem Bürgersteig und Wartebereich ein schmaler Spalt die Versenkung der Haltestelle zeigt. Architektonisches Detail ist die Regenrinne, welche die Scheibe vor Abwasser schützen soll. Die Beleuchtung befindet sich als indirektes Licht an der Scheibenkante, somit ist die Einsicht in die Haltestelle nur von der Straße aus möglich. Eine digitale Fahrgastinformation bietet zusätzliche Informationen über u.a. Linienführung, Abfahrtzeiten und Ticketpreise.

Das Grundprinzip
Themenvariante Dorfgeschichte
Themenvariante Märchen

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