Campusherz

Arbeitsbereiche im Obergeschoss

Projektinfos

Jahr: 2019

Studiengang:
Innenarchitektur

Betreuer:
Prof. Dipl.-Ing. Oliver HantkeProf. Dipl.-Ing. Joachim Andreas Joedicke

Teilnehmer:
Sybille Scheuffele

Projektart:
Entwurf

Die Hochschulbibliothek liegt im Herzen des Campus der Hochschule Wismar. Sie ist der einzige interdisziplinäre Ort der Hochschule, an dem die drei Fachrichtungen – Technik, Wirtschaft, Gestaltung – fachlich aufeinandertreffen.  Die Bibliothek  bildet somit einen Raum,  der zur Informationssuche, zum Lernen und besonders der Kommunikation dient. Diese Aspekte erfordern alle ihre eigene Umgebung. Während das Lernen eine Ruhe benötig muss im Kommunikationsbereich ein Austausch in Gesprächslautstärke möglich sein.

Raumbildungsprinzip

Durch eine parallele Verschiebung jeder zweiten Regalreihe, entsteht eine völlig andere Raumsituation. Wird jeweils ein Regal verlängert und die aufeinandertreffenden Regale ausgehölt, so bilden sich kleine Räume und Gänge, welche sich gut als Einzelarbeitsplätze eignen. Anstelle der Bücher werden an den verschiedenen Zonen jeweils passende Module eingesetzt. Das Konzept der drei Rahmen zieht sich so durch das komplette Gebäude und schafft nicht nur abgetrennte Räume, sondern auch klare Sichtachsen. Ferner verhelfen diese zu einer klaren Wegeführung.

Orientierungsgrafik

Um die verschiedenen Bereiche der Bibliothek (Lernen, Recherche, Kommunikation)  grafisch und intuitiv in den Raum zu bringen, haben die verschiedenen Möbelmodule eine klare Codierung: horizontale rote Linien zeigen den Nutzern an, dass sie sie hier Wissen beschaffen können.  Vertikal markierte Rote Kanten verweisen darauf, dass hier gelernt wird, was  absolute Ruhe in diesem Raum erfordert. Wird es doch einmal zu laut, leuchten die roten Streifen auf und machen die Störer darauf aufmerksam, dass unbedingt wieder Ruhe einkehren muss.  Treffen die beiden Linien aufeinander entsteht ein Kreuz. Dies bedeutet, hier ist ein Schnittpunkt – Raum für Kommunikation und Austausch. Sprechen ist erlaubt und erwünscht.

Die Zonierung des Gebäudes ist klar gegliedert. Im Erdgeschoss des Neubaus soll kommuniziert werden: Es bietet nicht nur Fläche für Studentenarbeiten, welche vor der großen Fensterfront präsentiert werden, sondern auch einen gemütlichen Zeitschriftenbereich sowie die Material- und Bauteilbibliothek. Außerdem befinden sich hier Schließfächer, eine Infotheke und das frei zugängliche Magazin. Im Obergeschoss des Neubaus sind sowohl die Einzel- als auch die Gruppenarbeitsplätze verankert. Außerdem bietet das OG Platz für Ruheraumkabinen, in denen sich die Studenten kurzzeitig entspannen können.  Akustisch abgetrennte Telefonzellen ermöglichen ein ungestörtes Telefonieren innerhalb des Gebäudes. Die Lehrbuchsammlung wurde in das EG des Altbaus verlegt.

Individueller Arbeitsplatz

Die Einzelarbeitsplätze sind, um die Bedürfnisse jedes Studenten zu erfüllen, individuell einstellbar: Die Leuchte kann verschiedene Lichtfarben erzeugen, außerdem bieten drei Bildschirme die Möglichkeit eine Uhr bzw. Timer, persönliche Fotos, Merkzettel, sowie einen externen Bildschirm zu bespielen. So bekommt der jeweilige Student das Gefühl des eigenen Arbeitsplatzes, egal wo er in der Bibliothek sitzt. Durch NFC (Near Field Communicaion)- Technologie erkennt das System den Nutzer, welcher am Tisch sitzt. Der Arbeitsplatz erinnert sich an die zuletzt eingestellten Gegebenheiten und zeigt diese an.

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Schematische Erläuterung der Wegführung
Bücherregale
Zeitungsauslage
Arbeitsbereiche im Erdgeschoss
Gruppenarbeitsplatz

Zurück