Die Lückenküche

Die Lückenküche schließt eine innerstädtische Baulücke in der Rostocker Altstadt. Im vielfältigen Nebeneinander der Straße greift der „Lückenfüller“ die Proportionen und Rhythmen der Nachbargebäude auf und schafft gleichzeitig seine eigene Identität.

Projektinfos

Jahr: 2026

Studiengang:
Innenarchitektur

Betreuung:
Baron, Gerd, Prof.Schellhorn, Henning, Prof.

Teilnehmer*innen:
Marielle Kiessig

Projektart:
Entwurf

Die Lückenküche ist ein Begegnungsort, an dem gutes Essen als verbindende Kraft wirkt. Als räumliches Szenario zeigt das Projekt, wie innerstädtische Restflächen zu Orten der Gemeinschaft werden können. Eine Baulücke in der Rostocker Altstadt wird zu einem sozialen Ankerpunkt, der gemeinsames Kochen, Essen, Gärtnern und Lernen ermöglicht.

Ein kompakter Holzbau vereint alle wesentlichen Funktionen auf kleiner Fläche. Umhüllt wird er von einer Gewächshaushülle, die einen geschützten Zwischenraum schafft und die Lückenküche um Aufenthaltsbereiche sowie Flächen für urbanes Gärtnern erweitert.
Gemeinsam mit einem Garten und einem kleinen Pavillon im Hinterhof entsteht ein Ort, der Austausch fördert, Selbstwirksamkeit erfahrbar macht und zum Verweilen einlädt.

Die Gewächshaushülle fungiert als Klimapuffer und schafft durch Licht, Luft und Begrünung einen saisonal nutzbaren Übergangsraum.
Der kompakte Holzbau organisiert die Nutzungen auf zwei Ebenen. Während das Erdgeschoss gemeinsames Kochen und Essen ermöglicht, ergänzt die Galerie einen ruhigeren Rückzugsbereich.
Ein kleiner Pavillon erweitert die Lückenküche um saisonale Nutzungen im Hinterhofgarten.
Der Dachgarten innerhalb des Gewächshauses erweitert die Möglichkeiten des Gemüseanbaus im Garten durch Pflanzkästen und -regale. Hier kommen der große Luftraum und die berankte Wand besonders zur Geltung.
Das raumbildende Wandregal verbindet die Ebenen, schafft Stauraum und macht durch seine wechselnden Inhalte das alltägliche Leben der Lückenküche sichtbar.
Das Erdgeschoss bündelt die gesamte Infrastruktur der Lückenküche. Ein großes Wandregal schafft Stauraum und Raum für Aneignung, während der zentrale Tisch sowohl als Kocharbeitsplatz als auch als gemeinsamer Esstisch genutzt werden kann.
Ein kompakter Holzbau und eine semitransparente Gewächshaushülle greifen ineinander und bilden gemeinsam die Lückenküche. So entstehen ein dauerhaft nutzbarer Innenraum sowie saisonal nutzbare Übergangszonen für Aufenthalt, Erschließung und Urban Gardening.
Die Galerieebene bietet einen stärkeren Bezug zum Luftraum des Gewächshauses und Blickachsen zur Küche, dem Dachgarten und in den Hinterhof. Sie eignet sich als Rückzugsort für ruhigere Momente abseits des Geschehens in der Küche.
Der Gartensatellit erweitert die Lückenküche um eine saisonale Küche, Anbau- und Aufenthaltsflächen im Hinterhof. Von hier aus können sich die Gartenbereiche schrittweise in den bestehenden Hof ausdehnen und gemeinsam mit der Nachbarschaft genutzt werden.
Durch abnehmbare Elemente wechselt das zentrale Möbel zwischen Küchenarbeitshöhe und Esstischhöhe und ermöglicht unterschiedliche Nutzungen auf derselben Fläche.

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