Entwicklung eines visuellen Erscheinungsbildes

Wort-Bildmarke der Großen Stadtschule | Geschwister-Scholl-Gymnasium

Projektinfos

Jahr: 2011

Studiengang:
Kommunikationsdesign und Medien

Betreuer:
Prof. Dipl.-Gebrauchsgrafikerin Hanka Polkehn Prof. Dr. habil. Achim Trebeß

Teilnehmer:
Maximilian Schneider

Projektart:
Abschlussarbeit

Entwicklung des visuellen Erscheinungsbildes für die Große Stadtschule | Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar

Aus der selbst gestellten Aufgabe ergaben sich für den Diplomanden zwei zentrale Fragestellungen.

1. Braucht eine Schule in staatlicher Trägerschaft ein Logo? Das Logo ist eng mit Marke, Branding und einer Wiedererkennung in Wettbewerbssituationen verknüpft. Die Verwendung eines Logos für eine öffentliche Schule birgt einen Widerspruch der vor allem problematische Tendenzen schulischer Konkurrenz beinhaltet.

2. Welchen Charakter sollte eine Geschäftsausstattung und alle Kommunikationsmittel haben und welche Strategien sollten ihr zugrunde liegen? Um diese Fragestellungen beantworten zu können, beschäftigte er sich mit dem, was Schulen leisten sollten. Es wird die historische Konstruktion des vielschichtigen Begriffs »Bildung« und diesbezüglicher Idealvorstellungen skizziert. Betrachtet wurden die Charakteristika schulischer Bildungs–bemühungen. Eine wichtige Quelle für die Untersuchung dieser Aspekte bildet »Ware Bildung« des Kunstpädagogen Dr. Jochen Krautz. Desweiteren kommt es zu einer Betrachtung des Begriffs von Gesellschaft unter soziologischer Perspektive. Auf diese Weise soll eine Grundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, klare Aussagen über die Bedeutung von Bildung für die Gesellschaft treffen zu können. In der Folge wird beschrieben, wie sich menschlich-kognitive Wirklichkeiten konstruieren, welche Relevanz dieser Prozess für die Gesellschaft und welche bildungspolitische Bedeutung dieser Zusammenhang hat. Bildungsideale schaffen eine Rechtfertigungsgrundlage für die Formulierung von Bildungszielen, an denen sich Bemühungen schulischer Arbeit ausrichten. Daher wird aufgezeigt, vor welchem strukturellen und historischen Hintergrund sich zunehmende Forderungen nach einer ökonomischen Anpassung der Bildungsideale rechtfertigen.

Der praktische Teil: 470 -jährige Schulgeschichte, deie öffentliche Trägerschaft und die aktuelle Situation des deutschen Bildungswesens, definieren die zentralen Kommunikationsziele.
Eine anonyme Befragung der Schüler und Lehrer, ausführliche Gespräche mit Verantwortlichen und die Erarbeitung der beiliegenden Theoriearbeit waren hierfür von entscheidender Bedeutung.
Unter Voraussetzung der bildungspolitisch gewollten Eigenverantwortlichkeit schulischer Arbeit, kann ein individuelles Konzept des Erscheinungsbildes, einer Schule ermöglichen, ihr Profil klar zu kommunizieren für Schüler, Eltern und Lehrer. Das Logo zielt darauf ab, Tradition und Modernität zu vereinen. Die Extravaganz zeigt sich hier einerseits in Strenge und Geradlinigkeit und anderseits in leichten Farben und großzügigem Weißraum. Die Bildmarke entstand unter Einbeziehung architektonischer Besonderheiten des Backsteinbaus.

Ein umfangreiches Design-Manual gibt eine Übersicht über alle Mittel der internen und externen Kommunikation und erleichtert den künftigen Anwendern die Arbeit.

Geschäftsausstattung und Mappe
Formulare
Internetauftritt
Beschilderung

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