Gestalten mit Minimalflächen

Kord Averdunk - Krümmungskörper aus Gips "Das krumme Ding"

Projektinfos

Jahr: 2009

Studiengang:
Produktdesign

Betreuer:
Prof. em. Dipl.-Formgestalterin, Dipl.-Ing. Cornelia Hentschel

Teilnehmer:
Kord Averdunk

Projektart:
Gruppenprojekt

»Was ist die beste Lösung und wie findet man sie?«

Zur Optimierung von Formen und Gestalten werden häufig auch in Naturwissenschaft, Technik und Architektur experimentelle Vorgehensweisen als auch mathematische Gesetzmäßigkeiten angewendet. Minimalflächen kommen in der Natur als »Seifenhäute« vor, die sich einstellen, wenn man eine beliebig geformte Drahtschleife in eine Seifenlösung taucht. Es sind Flächen im dreidimensionalen Raum, die den Flächeninhalt minimieren. Seifenblasen achten auf ihre Energie. Die Natur hat dafür gesorgt, dass ihre dünnen Häutchen sich derart um Hohlräume schließen, dass die Oberflächenspannung minimal ist. Die Seifenhäute bilden sich stets so, dass ihre Gesamtfläche so klein wie möglich wird.

Diese Eigenschaft macht solche von der Natur ausgezeichneten Flächen für die technische Anwendung interessant, z.B. auch bei der Entwicklung von architektonischen Formen. So wurde etwa das Dach des Münchener Olympiastadions mit Hilfe von Seifenhautmodellen entwickelt.

Ziel des Projekts war zuerst das Erkunden und Entdecken von Minimalflächen sowie ihrer Gesetzmäßigkeiten und Krümmungseigenschaften. Über weitere Entwicklungsstufen sind konkrete Produkte/Objekte mit Minimalflächen entworfen worden. (ch)

Alexander Kreimer

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