Gestaltung Haus 4

Projektinfos

Jahr: 2017

Studiengang:
Architektur

Betreuer:
Prof. Gunda Förster

Teilnehmer:
Studierende des Studiengangs Architektur

Projektart:
Kooperation

Eingeladen zur Gestaltung des Hauses 4 auf dem Campus, fand im Wintersemester 2016/2017 eine Lehrveranstaltung statt, dessen Ziel es war, als Synthese aus Kunst, Design und Architektur einen gemeinsamen Entwurf zu erarbeiten. Dabei ging es insbesondere um die Entwicklung einer ästhetischen Idee zur Gestaltung bzw. Markierung dieses speziellen Gebäudes in Beziehung zum Gebäudeensemble auf dem Campus. Im Vorfeld der Entwurfserstellung fand ein kunsthistorischer Diskurs in die Welt der »Kunst im urbanen Raum« statt, die durch ein besonderes Bedingungsgefüge charakterisiert ist, eine eingehende Recherche nach bereits existierenden Kunstwerken im öffentlichen Raum sowie eine Wochenendexkursion nach Berlin, wo wir uns beispielhafte Arbeiten im Stadtraum anschauten. Jeder teilnehmende Studierende brachte seine Ideen ein, die wir diskutierten. Aus all diesen Vorschlägen wurde ein finales Gestaltungskonzept entwickelt: Da das Haus 4 schadhaft und davon auszugehen ist, dass es über kurz oder lang entfernt wird, kristallisierte sich schnell heraus, dass in das Gebäude nur ein kleiner Teil des vom Rektorat zur Verfügung gestellten Budgets investiert werden soll. Hingegen richtete sich unser Hauptaugenmerk auf die Gestaltung der Außenbereiche vor und hinter dem Gebäude. Auf dem Campus gibt es quasi keine Aufenthaltsbereiche, wo man Zeit in angenehmer Atmosphäre verbringen kann. Daher haben wir uns für die Schaffung solcher Orte entschieden. Sollte das Gebäude entfernt werden, können die hierfür entwickelten Objekte an einem anderen Platz aufgestellt und weiterhin genutzt werden. Aus diesem Grund k0mmt hier der weitaus größere Teil des Budgets zum Einsatz. Das Gebäude nimmt keine auf dem Campus vorhandenen Achsen auf. Daher begreifen wir es als autonome Skulptur. Das Farbkonzept nimmt die Farben aller 3 Fakultäten auf. Die Fassade soll komplett mit einem orangefarbenen Anstrich versehen werden. So wird der kubische, skulpturale Charakter des Gebäudes betont und stellt eine Korrespondenz zum orangefarbenen Eingangskubus des Hauses 7a her. Auf den Grünflächen um das Gebäude herum sollen Kommunikations- und Erholungsinseln geschaffen werden: Auf organisch geformten farbigen Flächen (Tartan, blau) befinden sich Sitzelemente (blau, grün), die auf die Form von Steinen referieren und auf denen man sitzen, liegen, … kann. Da der Campus auch in den Nachmittagsstunden, abends und nachts belebt ist, soll Aufmerksamkeit gleichermaßen durch Licht erzeugt werden. Das Licht soll direkt in die Gestaltung integriert werden: Es erscheint entweder als Lichtstreifen in den Sitzelementen oder als Lichtlinien, die die Tartanflächen einfassen.

Im Sommersemester 2017 wird das Lehrangebot fortgeführt und die Realisierung des Entwurfs bis zum Sommer 2017 angestrebt. Welche der jetzt zur Debatte stehenden Versionen tatsächlich zur Ausführung kommt, wird nach detaillierter Realisierungsplanung zu Beginn des Sommersemesters 2017 entschieden.

 


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