Haus der digitalen Welt | Between Layers

Rendering Außenraum

Projektinfos

Jahr: 2026

Studiengang:
Architektur

Betreuung:
Loeper, Philipp, Prof. Dipl.-Ing.Takasaki-Lauw, Simon, Prof. Dipl.-Ing., MArch.

Teilnehmer*innen:
Lasse Siebke

Projektart:
AbschlussarbeitEntwurf

Der Anlass für das Projekt „Haus der digitalen Welt“ (HDDW) liegt in der notwendigen Neudefinition städtischer Bildungs- und Kulturorte im Kontext der digitalen Transformation. Während physische Bestände an Bedeutung verlieren, wächst der Bedarf an Orten der sozialen Interaktion, der digitalen Teilhabe und des gemeinsamen Wissenserwerbs.

Das „Haus der digitalen Welt“ (HDDW) ist ein ambitioniertes Stadtentwicklungsprojekte Hamburgs an der Schnittstelle von Bildung, Kultur und technologischer Innovation. Geplant als zukunftsweisender „Dritter Ort“ im Herzen der Hamburger Innenstadt, soll das Projekt am Gerhart-Hauptmann-Platz 50 die physische Präsenz einer modernen Wissensgesellschaft
mit den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters verschmelzen.
Ziel des Entwurfs ist es, eine hybride Plattform zu schaffen, die über die klassische Funktion einer Bibliothek hinausgeht.Das Gebäude soll als als offene Agora für alle Bürgerinnen und Bürger fungieren. Es ist ein Raum für lebenslanges Lernen, digitale Integration und soziale Interaktion.

 

Entwurf - Die Revitalisierung des Gebäudes
Der "Entwurf zur Revitalisierung des Gebäudes Gerhart-Hauptmann-Platz 50 besteht konzeptionell aus horizontalen Scheiben, aus denen Stücke heraussubtrahiert werden. Es geht dabei um den Erhalt der bestehenden Geschossdecken und der damit verbundenen horizontalen Aufteilung des Gebäudes. Außerdem bleiben das Tragwerk und die Kerne ebenfalls im Grundsatz bestehen. Von der Struktur her wird das Gebäude zunächst entkernt. Zurück bleiben die Geschossdecken, wobei durch den Abbruch der ersten Decke aus dem EG und dem 1.OG eine hohe Sockelzone wird. Die Decken werden vom bestehenden Tragwerksraster getragen. Durch das Beschneiden der Geschossdecken können nun auch Teile des Tragwerks subtrahiert werden. Dadurch entstehen im Außenbereich viele Freisitze die alle unterschiedliche Dimen-sionen und Qualitäten aufweisen. Die da-bei entstehenden Kragarme scheinen aus dem Gebäude heraus zu ragen. Sie bleiben jedoch innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens. Im Innenbereich nimmt ein Atrium das Grundprinzip des Bestandes auf. Es gewinnt jedoch durch die Verschiebungen an Dynamik und transferiert die Wirkung der Fassade in den Innenraum. Die Fassade als solches übernimmt die Struktur aus dem Bestand des ersten Hauses. Sie tritt somit als Ganzes hinter die primäre Tragschicht. Dadurch wird die Wirkung der Scheiben noch deutlicher.


Konzeptionell ist außerdem die Freilegung des Innenhofes wichtig. Hierzu wird der dreigeschössige Teil des ersten Hauses abgebrochen. Es entsteht ein Innenhof mit einem großzügigen Außenbereich. Der Innenhof stellt eine Verbindung mit dem Gerhart-Hauptmann-Platz dar. Er lässt die Erdgeschosszone zu einem Verbindungselement zwischen Hof und Gerhart-Hauptmann-Platz werden und sorgt somit für einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen Innen- und Außenraum.
Der Zusammenhang zu den Plätzen wird außerdem durch die Hochpunkte des Daches klar. Sowohl im Osten, als auch im Westen befinden sich die höchsten Punkte des Hauses, die sich zu den Plätzen ausrichten.
Das Gebäude kann durch die vorhandene Kernstruktur durchwandert werden. Die Haupterschließung ist jedoch die an den Fahrstuhlkern angeschlossene, freistehende Treppe. Der gesamte Innenraum ist sehr offen gehalten. Bestimmte Teile lassen sich durch Vorhänge unterteilen." - Lasse Siebke

 

Fotos/ Grafiken: Lasse Siebke
 

Rendering Innenraum
Schwarzplan
Lageplan
Konzept
Ansicht Norden
Ansicht Osten
Ansicht Westen
Axonometrien Wandel
Diagramm Grundrisse
Grundriss EG 1.OG
Detail Grundriss EG
Grundriss 2.OG 3.OG
Schnitt
Perspektivschnitt

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