Das entwickelte räumliche Gefüge folgt der Idee eines Retreats, in dem nicht ein festgelegtes Programm im Vordergrund steht, sondern unterschiedliche Möglichkeiten des Aufenthalts, der Wahrnehmung und des Rückzugs. Die Architektur organisiert sich dabei in abgestufte Bereiche von Öffentlichkeit, Halböffentlichkeit und Privatheit, die fließend ineinander übergehen und eine intuitive Nutzung ermöglichen.
Im Erdgeschoss konzentrieren sich die öffentlichen Funktionen und bilden die erste räumliche Ebene des Ankommens. Der zentral angeordnete Empfang fungiert als Orientierungspunkt und vermittelt zwischen Außenraum und Innenraum. Großzügige Blickbeziehungen zum Park sowie zum innenliegenden Lichthof schaffen Offenheit und lassen bereits beim Betreten eine ruhige, entschleunigte Atmosphäre entstehen. Aufenthaltsbereiche wie Café, Lounge und Restaurant sind offen organisiert und ermöglichen sowohl kurze Aufenthalte als auch längeres Verweilen.
Ein zentrales Element des Entwurfs ist der Lichthof, der das Gebäude über alle Geschosse hinweg strukturiert und als räumliche Mitte fungiert. Er verbindet die Ebenen visuell miteinander, führt Tageslicht tief in das Gebäude und schafft klare Orientierung innerhalb der Erschließung. Gleichzeitig wirkt er als ruhiger Innenraum, der die Bewegung durch das Gebäude verlangsamt und eine bewusste Wahrnehmung von Raum und Atmosphäre unterstützt.
In den Obergeschossen setzt sich das Konzept des Rückzugs fort. Die Hotelzimmer sind als individuelle Rückzugsorte konzipiert und folgen einer klaren, reduzierten Gestaltung. Unterschiedliche Zimmertypologien bieten variierende Grade von Privatheit und Großzügigkeit, während gezielte Blickbeziehungen in den Park oder in die Landschaft den Bezug zur Umgebung stärken und die Aufenthaltsqualität erhöhen.
Das Untergeschoss bildet den introvertierten Gegenpol zu den öffentlichen Bereichen. Hier sind die Spa- und Retreatnutzungen angeordnet, die bewusst vom aktiveren Geschehen im Gebäude getrennt sind. Eine klare räumliche Organisation sowie reduzierte Materialien und gedämpfte Lichtstimmungen schaffen eine ruhige, geschützte Atmosphäre, die Regeneration und Entschleunigung unterstützt.
Der Außenraum wird als integraler Bestandteil des Entwurfs verstanden und verbindet Bestand und Neubau zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum. Wege, Blickachsen und Aufenthaltsbereiche sind so gestaltet, dass sie Bewegung verlangsamen und den Bezug zur Natur stärken. Innen- und Außenraum gehen fließend ineinander über und erweitern den Rückzug über das Gebäude hinaus in die Landschaft.




















