Der klar strukturierte Grundriss übersetzt Transparenz und Offenheit direkt in Raum. Der Entwurf orientiert sich am Raster der bestehenden Stützen und schafft großzügige, gut lesbare Raumfolgen mit fließenden Übergängen zwischen Produktion, Aufenthalt und Bildung. Lediglich funktional notwendige Bereiche wie Küche, WCs und Treppenhäuser sind geschlossen konzipiert.
Brauerei, Jugendzentrum und Gastraum verbinden Handwerk, soziale Teilhabe und Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Raum für demokratische Kultur. Eine leicht transparente Polycarbonatwand trennt die Produktion vom Gastraum, ohne die visuelle Verbindung aufzulösen. Produktionsabläufe, Lagertanks und Leitungsführungen bleiben sichtbar und machen die Brauerei als offenen Ort des Austauschs erlebbar.
Die Kommunikationsmodule verankern demokratische Werte sichtbar im gesamten Gebäude. Aus ausgedienten Bierkästen entstehen flexible Möbelmodule, die in Gastraum, Brauerei und Jugendzentrum unterschiedlich genutzt werden können. Kommunikation wird dadurch bewusst räumlich verankert und stärkt den Zusammenhalt des gesamten Entwurfs.
Die historische Backsteinfassade bleibt in ihrer Materialität und Tektonik weitgehend erhalten und wird durch gezielte Eingriffe ergänzt. Großformatige Fensteröffnungen schaffen neue Sichtbeziehungen zwischen Innen und Außenraum, während die Außenanlage mit Terrasse und Stegen eine direkte Verbindung zum Mühlenteich herstellt. So entsteht ein offener Ort für Gemeinschaft, Austausch und Aufenthalt.











