rottler

Masterentwurf von Nora Tuppi, Rottler, A und O-Räume für Augenoptik und Hörakustik, betreut durch Prof. Gerd Baron, 2026

Projektinfos

Jahr: 2026

Studiengang:
Innenarchitektur

Betreuung:
Baron, Gerd, Prof.Schellhorn, Henning, Prof.

Teilnehmer*innen:
Nora Tuppi

Projektart:
Entwurf

Die Rottler Filiale in Hattingen verbindet modernes Ladenkonzept mit der historischen Identität des Standorts. Direkt im Altstadtzentrum am Untermarkt entsteht ein Raum, der Augenoptik, Hörakustik und Aufenthaltsqualität miteinander verknüpft. Ausgangspunkt des Entwurfs ist die Nürnberger Drahtbrille als Symbol für Zugänglichkeit, Handwerk und Präzision. Daraus entwickelt sich ein Gestaltungskonzept, das Draht als prägendes Material und gestalterisches Motiv durch den gesamten Raum führt.

Die bestehende Ladenfläche wurde neu organisiert und klar strukturiert. Verkaufs- und Beratungsbereiche befinden sich vollständig im Erdgeschoss, während Lager, Werkstätten und Personalräume im Untergeschoss angeordnet sind. Durch die leicht konische Raumform werden Besucherinnen und Besucher intuitiv durch die Filiale geführt. Die einzelnen Bereiche gehen fließend ineinander über und schaffen eine offene und zusammenhängende Atmosphäre.

Zentrale Elemente des Entwurfs sind filigrane Drahtstrukturen, die sowohl funktional als auch atmosphärisch wirken. Sie dienen als Präsentationssysteme für Brillen, strukturieren den Raum und greifen gleichzeitig die Konstruktion historischer Drahtbrillen auf. Ergänzt werden sie durch Holzoberflächen, reduzierte Formen und konstruktive Details, die vom regionalen Fachwerk inspiriert sind.

Die Servicestation bildet den organisatorischen Mittelpunkt der Filiale. Von hier aus bleibt der gesamte Raum einsehbar und die Beratung kann flexibel begleitet werden. Empfang, Ausstellung und Beratung stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern sind räumlich miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein Ladenkonzept, das auf Bewegung, Offenheit und eine angenehme Aufenthaltsqualität setzt.

Ergänzend wurde ein kleines Café in das Konzept integriert. Die Übergänge zwischen Café und Verkaufsfläche sind bewusst offen gestaltet und fördern die Aufenthaltsdauer sowie die soziale Atmosphäre innerhalb der Filiale. Die Kombination aus Beratung, Service und Gastronomie stärkt den Charakter der Filiale als öffentlicher und einladender Ort innerhalb der Altstadt.

Auch das Corporate Design greift die Gestaltungsidee auf. Das reduzierte Logo orientiert sich an klassischen Sehtests und wird durch einen modernen Grünton ergänzt, der Ruhe, Wertigkeit und Wiedererkennbarkeit vermittelt. Die Gestaltung bleibt bewusst flexibel, sodass unterschiedliche Materialien und Anwendungen dennoch ein stimmiges Gesamtbild erzeugen.


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