Das Gebäude wird als vernetztes System verstanden, in dem verschiedene Funktionen ineinandergreifen und sich gegenseitig ergänzen. Die Brauerei bildet das Zentrum des Entwurfs und wird bewusst transparent gestaltet, sodass der Produktionsprozess sichtbar und erlebbar bleibt. Dadurch entsteht eine enge Verbindung zwischen Besuchenden und dem hergestellten Produkt, während gleichzeitig die industrielle Atmosphäre des Bestands bewahrt wird. Ergänzend dazu erweitern öffentliche Nutzungen wie ein Club, multifunktionale Räume, Ausstellungsflächen und ein Sportbereich das Angebot und sorgen für eine ganztägige Belebung des Gebäudes.
Die räumliche Organisation folgt einer klaren vertikalen Gliederung. Während sich im Untergeschoss ein unabhängig nutzbarer Clubbereich befindet, bildet das Erdgeschoss mit Brauerei, Taproom und Shop das kommunikative Zentrum. In den oberen Geschossen sind Wohnräume für Studierende und Auszubildende angeordnet, die durch gemeinschaftliche Flächen ergänzt werden und den Austausch untereinander fördern. Das Dachgeschoss dient als öffentlicher Ausstellungsraum und wird durch Dachterrassen ergänzt, die zusätzliche Aufenthaltsqualitäten bieten.
Das Wohnkonzept reagiert auf die Anforderungen kompakter urbaner Lebensräume und integriert multifunktionale Möbel, die verschiedene Nutzungen auf kleinem Raum ermöglichen. Ergänzend zu den privaten Einheiten stehen gemeinschaftliche Arbeits- und Aufenthaltsbereiche zur Verfügung, die das soziale Miteinander stärken und den Wohnraum erweitern.
Gestalterisch wird die industrielle Identität des Gebäudes bewusst aufgenommen. Sichtbare Tragstrukturen, offene Installationen und robuste Materialien prägen insbesondere die öffentlichen Bereiche, während in den Wohnbereichen eine wärmere Atmosphäre durch den Einsatz von Holz entsteht. Ein modulares Möbelsystem ermöglicht darüber hinaus eine flexible Nutzung und Anpassung der Räume an unterschiedliche Anforderungen.















