smutta

Bachelorthesis von Luisa Brandenburg, smutta, Architektur und Braukultur: Revitalisierung einer ehemaligen Malzfabrik, betreut durch Prof. Bettina Menzel, 2026

Projektinfos

Jahr: 2026

Studiengang:
Innenarchitektur

Betreuung:
Menzel, Bettina, Prof.

Teilnehmer*innen:
Luisa Brandenburg

Projektart:
AbschlussarbeitEntwurf

Die Umnutzung bestehender Industriegebäude stellt eine besondere Chance dar, historische Strukturen zu bewahren und gleichzeitig neue, zeitgemäße Nutzungen zu integrieren. Das Projekt WISMARIA greift diesen Ansatz auf und entwickelt aus dem vorhandenen Gebäudebestand einen lebendigen Ort, der Produktion, Wohnen und öffentliche Nutzung miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die smutta Brauerei, die nicht nur als funktionaler Betrieb, sondern auch als identitätsstiftendes Element fungiert und die industrielle Vergangenheit des Ortes weiterführt.

Ziel des Entwurfs ist es, einen offenen und vielseitigen Raum zu schaffen, der unterschiedliche Nutzergruppen anspricht und eine neue Aufenthaltsqualität bietet. Durch die Kombination von öffentlich zugänglichen Bereichen und privaten Wohnnutzungen entsteht ein dynamisches Gefüge, das sowohl soziale Interaktion als auch individuelle Rückzugsorte ermöglicht.

Das Gebäude wird als vernetztes System verstanden, in dem verschiedene Funktionen ineinandergreifen und sich gegenseitig ergänzen. Die Brauerei bildet das Zentrum des Entwurfs und wird bewusst transparent gestaltet, sodass der Produktionsprozess sichtbar und erlebbar bleibt. Dadurch entsteht eine enge Verbindung zwischen Besuchenden und dem hergestellten Produkt, während gleichzeitig die industrielle Atmosphäre des Bestands bewahrt wird. Ergänzend dazu erweitern öffentliche Nutzungen wie ein Club, multifunktionale Räume, Ausstellungsflächen und ein Sportbereich das Angebot und sorgen für eine ganztägige Belebung des Gebäudes.

Die räumliche Organisation folgt einer klaren vertikalen Gliederung. Während sich im Untergeschoss ein unabhängig nutzbarer Clubbereich befindet, bildet das Erdgeschoss mit Brauerei, Taproom und Shop das kommunikative Zentrum. In den oberen Geschossen sind Wohnräume für Studierende und Auszubildende angeordnet, die durch gemeinschaftliche Flächen ergänzt werden und den Austausch untereinander fördern. Das Dachgeschoss dient als öffentlicher Ausstellungsraum und wird durch Dachterrassen ergänzt, die zusätzliche Aufenthaltsqualitäten bieten.

Das Wohnkonzept reagiert auf die Anforderungen kompakter urbaner Lebensräume und integriert multifunktionale Möbel, die verschiedene Nutzungen auf kleinem Raum ermöglichen. Ergänzend zu den privaten Einheiten stehen gemeinschaftliche Arbeits- und Aufenthaltsbereiche zur Verfügung, die das soziale Miteinander stärken und den Wohnraum erweitern.

Gestalterisch wird die industrielle Identität des Gebäudes bewusst aufgenommen. Sichtbare Tragstrukturen, offene Installationen und robuste Materialien prägen insbesondere die öffentlichen Bereiche, während in den Wohnbereichen eine wärmere Atmosphäre durch den Einsatz von Holz entsteht. Ein modulares Möbelsystem ermöglicht darüber hinaus eine flexible Nutzung und Anpassung der Räume an unterschiedliche Anforderungen.

 

Visualisierung Außenbereich
Außenansichten
Grundriss Untergeschoss
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss
Grundriss 2. Obergeschoss
Dachgeschoss
Axonometrische Geschossdarstellung
Visualisierung Wohnung
Grundrissausschnitt Wohnung
Visualisierung Taproom
Grundriss Erdgeschoss
Querschnitt
Längsschnitt
Etikett

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