Tortuga — entschwinden in eine bunte Gemeinschaft

Visualisierung / Außenansicht des umgebauten Funkfeuers Peenemünde mit Anlegesteg

Projektinfos

Jahr: 2018

Studiengang:
Innenarchitektur

Betreuer:
Prof. Dipl.-Ing. Michael Rudnik

Teilnehmer:
Patrick Gürtler

Projektart:
Abschlussarbeit

Aus einem umgebauten Funkfeuer im Greifswalder Bodden entsteht ein Künstlerhaus für Komponisten

Die Masterthesis "Tortuga" von Patrick Gürtler beschreibt das Entschwinden in eine bunte Gemeinschaft. Im Greifswalder Bodden soll ein Künstlerhaus für Komponisten entstehen. Ziel ist es einen Ort für Inspiration, Kontemplation und Konzentration zu schaffen, um Stipendiaten aus dem In- und Ausland in dieser einzigartigen Umgebung in ihrem künstlerischen Schaffensprozess zu unterstützen. Die Förderung übernimmt das Land Mecklenburg Vorpommern, welches durch eine Fachjury des Kulturdezernats Arbeitsaufenthalte von einem Monat an parallel 3 Komponisten vergibt.

Im Vordergrund stehen dabei die künstlerische Erfahrung, das Wirken unter einer isolierten Atmosphäre und der Zugewinn der stetig wechselnden Perspektiven durch die versetzte Anreise der Künstler. Hierdurch entsteht ein Diskurs im Kreativprozess. Die Arbeitsweise der individuellen Stipendiaten darf sich unterscheiden. Im Berufsbild des Komponisten ist es denkbar Notenschriften von klassischen Klavier Partituren über elektroakustischen Tonkompositionen bis zu experimentellen Klangwelten zu erzeugen. Diese Vielseitigkeit im engen Kontext der Zielgruppe schafft eine bunte Gemeinschaft im Arbeitsaufenthalt eines Refugiums.

Angeboten werden verschiedene Raumstrukturen. Drei private Zimmer mit Bett und Schreibtisch und drei private Arbeitsräume (Studio) dienen dem Rückzug und der Konzentration. In den Gemeinschaftsbereichen (Kommunikationsplattform und Brücke) stehen Möglichkeiten zur Reinigung, Versorgung, Unterhaltung und zum Musizieren bereit. Der stetige Außenbezug des ungewöhnlichen Ortes kann durch Außenaufnahmen zusammen im Innern verarbeitet werden. Um den rauen Anforderungen des Boddens gerecht zu werden, stehen den Stipendiaten ein Fährboot, drei Kanus und ein Schleusenbereich mit Trockenbereich und lebensrettenden Vorkehrungen zur Seite. Der Versorgungsbereich (Küche und Lagerung) macht die Inselbewohner für mindestens eine Woche unabhängig.

Um die eigene Handschrift mit auf diese Musikwelt zu bringen, steht Platz für eigene Instrumente und Utensilien zur Verfügung. 

Ansichten
Visualisierung / Blick auf den Greifswalder Bodden durch die Brücke, dem Salon des Künstlerhauses
Visualisierung / Blick in die Wetterschutzschleuse
Visualisierung / Blick in das Studio für Komponisten

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