Das Forschungsprojekt "Geschlechtsspezifische Gewalt im Deutschen Fernsehen" wird durch Prof. Dr. Christine Linke aus dem Diplom-Studiengang Kommunikationsdesign und Medien an der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar betreut. Ein Kooperationsprojekt der Hochschule Wismar mit der Universität Rostock, welches von der MaLisa Stiftung und der UFA GmbH gefördert wird.

Projektlaufzeit: Februar 2021 bis August 2021
Die Seite ist derzeit noch im Aufbau. Stand: Mai 2021

Das Forschungsprojekt reagiert auf eine Forschungslücke und realisiert eine empirische Erfassung und Analyse von geschlechtsspezifischen Gewaltdarstellungen im deutschen Fernsehen. Im Rahmen der Studies wird ein repräsentatives Sample der wichtigsten Programme zur Hauptsendezeit inhaltsanalytisch untersucht.

Gewalt in den Medien ist ein Dauerbrenner der öffentlichen Debatte und der Forschung. Allerdings wird der Aspekt der geschlechtsspezifischen Gewaltdarstellung nur vereinzelt systematisch in empirischen Studien untersucht. Der Begriff geschlechtsspezifische Gewalt wird unter anderem in der Istanbul-Konvention zur Definition struktureller Gewalt gegen Frauen und Mädchen genutzt. Darunter wird jene Gewalt verstanden, die sich gegen eine Person aufgrund ihres biologischen oder sozialen Geschlechts richtet.

Ziel dieser Studie ist daher eine differenzierte Erfassung und Analyse von geschlechtsspezifischen Gewaltdarstellungen in den Hauptprogrammen des Deutschen Fernsehens. Es sollen übergreifend folgende Forschungsfragen beantwortet werden: Wie wird geschlechtsspezifische Gewalt im deutschen Fernsehen dargestellt? Wie werden die in diesem Kontext sichtbaren Personen repräsentiert? Inwieweit werden stereotype, stigmatisierende oder auch differenzierte, aufklärende und ermächtigende Darstellungen sichtbar? Weitergehend werden Analysen zu den Unterschieden zwischen medialen Genres hinsichtlich des Gebrauchs von Sprache, Metaphern und Visualisierungen durchgeführt. Ebenfalls ist die Darstellung geschlechtsspezifischer Gewalt in verschiedenen Kontexten und Settings von Interesse.

Zur Beantwortung dieser Fragen wird eine qualitative Medieninhaltsanalyse umgesetzt. Das Material hierfür besteht aus einer Stichprobe von zwei künstlichen Wochen, die repräsentativ für die acht Hauptsender des deutschen Fernsehens (Das Erste, ZDF, RTL, RTL2, Vox, ProSieben, SAT1 und Kabel Eins) des Jahres 2020 für die Pre-Primetime und Primetime (18-22 Uhr) stehen.


Kooperationspartner


Gefördert durch


Grafik von Iris Groneick